Wo der Himmel die Erde berührt

Endlich ging unsere Reise weiter. Früh morgens packten wir unsere Sachen und machten uns auf zum Busbahnhof. Gerade rechtzeitig, wie sich herausstellte. Denn kaum hatten wir unsere Tickets gekauft, hiess es einsteigen und die Fahrt nach Luang Prabang ging los. Kurz nach Mittag erreichten wir auch schon unser Ziel. Wir beschlossen während dem verbleibenden Nachmittag die lebhafte Stadt zu Fuss einwenig zu erkunden. Dabei kamen wir am ehemaligen Königspalast vorbei und stolperten durch die Tempel des Wat Xieng Thong. Die zwei Orte könnten gegensätzlicher nicht sein. Während der Palast den Eindruck erweckt, als hätte man den König eben erst zum Teufel gejagt und wisse jetzt nicht was mit dem Gebäude anzufangen, strotzte der alte Tempel mit Lebensfreude. Es war spürbar wie hier die alten Traditionen gelebt und die religiösen Feste zelebriert werden. Schliesslich erreichten wir die Spitze der Halbinsel auf der Luang Prabang liegt. Dort setzten wir uns an die Mündung des Nam Kahn in den Mekong und genossen den Sonnenuntergang. Als wir uns auf den Rückweg machten, hatten sich die Strassen und Cafés mit Menschen aus allen Ecken der Welt gefüllt. Wir schlängelten uns durch aufgebaute Stände und genossen das heitere Treiben.

Am nächsten Morgen setzten wir mit einem kleinen Boot über ans Westufer des Mekong. Zu Fuss folgten wir einem Weg durch einfache Dörfer und an verträumten Tempeln vorbei. Vom ziemlich schäbigen Wat Chom Phet genossen wir einen grossartigen Ausblick auf den Fluss und die gegenüberliegende Stadt. Unsere Füsse trugen uns weiter, bis wir einen miefigen Höhlentempel erreichten, welchen wir erkundeten. Immer wieder stiessen wir auf kleine Buddhas, welche in Nichen oder auf Steinen platziert wurden. Mit einem Fischerboot gelangten wir wieder zurück nach Luang Prabang, wo sich die Jungs für den Rest des Nachmittags auf einer Sandbank am kühlen Fluss vergnügten.