Das Leben des Königs und seinen Untertanen

Nachdem uns gestern ein Minibus von Battambang nach Phom Penh gebracht hatte, wollten wir heute Kambodschas Hauptstadt erkunden. Doch erst suchten wir uns ein Kaffee mit Blick auf den Mekong, um ausgiebig zu frühstücken. Dann spazierten wir den Mekong entlang bis wir unser erstes Ziel erreichten, den königlichen Palast. Neugierig warfen wir einen Blick in den Thronsaal und in die Schatzkammer. Dann machten wir uns auf zur angrenzenden Silberpagode, wo wir die silbernen Fussbodenplatten bestaunten und ungläubig den lebensgrossen Meitreya Buddha anstarrten, welcher mit tausenden von Edelsteinen besetzt war.

Als wir wieder auf der lärmigen Strasse standen, setzen wir uns in ein Tuktuk und fuhren zur Aeon Mall. In diesem modernen, sterilen Einkaufstempel befindet sich Kambodschas einzige Eishalle. Es fühlte sich komisch an in Flipflops und kurzen Hosen bei 35°C Aussentemperatur in der kalten Halle zu stehen und auf die Eisfläche zu starren. Den Gedanken, ein paar Runden auf dem Eis zu drehen, verwarfen wir gleich wieder. Wir machten uns auf zum wenig sterilen Kandal Markt, von wo aus wir uns zu Fuss durch das Wat Ounalom, dem Zentrum des Kambodschanischen Buddhismus, zum Nationalmuseum durchschlugen.

Die Ausstellung des Nationalmuseums verteilte sich über drei grössere Räume und war eine wertvolle Ergänzung zu unserem Besuch der Tempel von Ankor. Begeistert stürmten die Jungs durch die Hallen und suchten immer wieder nach Motiven, Figuren und Fotographien die ihnen schon bekannt waren.

Verschwitzt, müde und hungrig kamen wir im Hotel an. Nach einer kurzen Dusche sammelten wir unsere restlichen Energiereserven und suchten in der Nähe nach etwas essbarem. Dabei strauchelten wir in ein vorzügliches Nudelrestaurant, wo wir dem Koch direkt beim herstellen der Hausspezialität zuschauen konnten. Schliesslich landeten wir hundemüde und geprägt von vielen Eindrücken in unseren Betten.