Auf Robinson Crusoe‘s Spuren

Die letzten drei Tage haben wir auf der ruhigen Insel Koh Ta Kiev verbracht. Unweit vom Flughafen von Sihanoukville, am Ream Beach, bestiegen wir ein kleines Fischerboot, dass uns bei Nak und seinen einfachen Bungalows absetzte. Unser vorläufiges zu Hause, ohne Strom und fliessend Wasser, hatten eine grosse Veranda, welche einen wunderschönen Blick auf die weite Bucht und die gegenüberliende Insel bot.

Am Rand der Bucht befand sich ein kleines, mehrheitlich intaktes Korallenriff. Mit Taucherbrille und Schnorchel jagten wir dort kleinen und grossen Fischen hinterher, bestaunten Schnecken und Muscheln und konnten einen kleinen Tintenfisch (Squid) beim Verstecken beobachten.

Ein spezielles Erlebnis war das nächtliche Schwimmen im biolumineszenten Plankton. Bei jeder Bewegung im Wasser leuchteten abertausende kleine Punkte auf. Es fühlte sich magisch an, als würde man durch Galaxien schwimmen.

Wenn wir mal genug vom Wasser hatten bauten wir Burgen, Städte, Strassen und Flughäfen aus Sand. Leider waren auch einige Sandflöhe zugegen, wodurch die Jungs aussahen, als wären sie von Windpocken befallen.

In der letzten Nacht vor unserer Abreise zog ein gewaltiges Gewitter über die Insel. Der Regen prasselte hart auf das  Strohdach und Blitz zuckten, gefolgt von ohrenbetäubendem Donner. Erstaunlicherweise jedoch schliefen die Jungs als wäre nichts gewesen, während ich wach das vorbeiziehen des Unwetters beobachtete. Am Morgen bei unserem Abschied zeigte sich dann wieder die Sonne und wir konnten eine ruhige Überfahrt geniessen. Mit Sand zwischen den Zehen machten wir uns auf in Richtung Flughafen.