Flucht nach Zaragoza

Der Wind schob dunkle Wolken vor sich her, als wir am morgen aus dem Bus krochen. Heftiger Regen stand in den Himmel geschrieben. Die Himmelspropheten hatten für die nächsten paar Tage für ganz Katalonien und die Pyrinäen schlechtes Wetter vorausgesagt. Wir packten schnell unsere Sachen zusammen und machten uns auf die Flucht nach Aragon. Schnell liessen wir die Küste und Barcelona hinter uns. In Lleida machten wir einen kurzen Zwischenhalt, wo wir uns stärkten und die über der Stadt thronende Kathedrale inspizierten.

Dann hatte uns die Strasse wieder. Die Landschaft wurde weiter und eintöniger, bis mitten im Nichts tauchte Zaragoza auf, die Hauptstadt von Aragon. Der Wind hatte auch die Regenwolken vertrieben, doch liess er uns seine Kälte spüren.

Tags darauf brachte uns der Stadtbus direkt ins Zentrum der Stadt. Wir bestaunten die Basilica del Pilar mit ihren unzähligen Kuppeln, stapften durch das römische Theater und schlenderten durch die stolze Altstadt an wunderschön verzierten Häuser aus den verschiedensten Epochen vorbei. Dabei entdeckten wir immer wieder kleine Besonderheiten wie kuriose Türklopfer, verspielte Parkbänke oder gestrickte Fahrradständer. Nachdem wir uns in einem kleinen Laden mit den nötigsten Vorräten eingedeckt hatten, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zurück zum vom Winde verwehten Campingplatz.