Spanischer Muttertag

Kaum hatten wir das Frühstück verschlungen, packten wir unsere Sachen und fuhren los in Richtung Süden. Unser Ziel war die Embalse de la Tranquera. Dabei handelt es sich um ein Stausee der beiden Flüsse Rio Mesa und Rio Pedra, welcher als Wasserreservoir dient. Als wir auf der kurvenreichen Strasse dem See entlang führen, entschieden wir uns kurzerhand einen Abstecher zum unweit entfernten Kloster da Piedra zu machen. Auf dem Parkplatz vor dem Kloster staunten wir nicht schlecht über deren schiere Grösse und die geparkten Reisecars. Erst der Blick in den Reiseführer klärte uns auf, dass das Kloster aus dem 12. Jahrhundert von grosser historischer und kultureller Bedeutung ist. Ausserdem war Spanischer Muttertag und alle Mamas wurden am Klostertor mit Rosen empfangen. Der grosszügige Klostergarten beherbergt eine Vielzahl von Wasserfällen, wobei der grösste Wasserfall Cola de Caballo 53m in die Tiefe stürzt. Zu unserer Überraschung führte der Rundweg durch eine Höhle hinter dem tosenden Wasserfall hindurch.

Zurück im VW Bus folgten wir weiter der kurvenreichen Landstrasse über grüne Hügel und durch einsame Täler in Richtung Süden. Wir passierten die eindrucksvolle Burg von Molina de Aragon und folgten einer kleiner, immer enger werdenden, sich windenden Strasse durch märchenhafte Fichtenwälder. Schliesslich entdeckten wir kurz nach Peralejos de las Truchas, ein kleiner Ort, welcher kaum mehr Häuser hat als Buchstaben in seinem Namen, einen verlassenen Zeltplatz. Erst ein Anruf beim Besitzer bestätigte uns, dass wir uns hier für die Nacht einrichten konnten. Auch er war mit seiner Mutter unterwegs.